Dem Preis, den ihnen der Tierarzt verrechnet, liegt die Honorarordnung zugrunde. Das ist ein verpflichtendes Regelwerk, das Ober- und Untergrenzen festlegt. Das Honorar setzt sich normalerweise aus Visite (= Untersuchung ihres Tieres, Diagnosestellung, Therapievorschlag) + Arzneimittelkosten + Steuer zusammen. Ein Beispiel:
Ihr Hund hustet und sie gehen zum Tierarzt. Er untersucht ihr Tier, stellt eine Bronchtitis fest und spritzt eine Antibioticum. Das darf kosten:
in Summe also: 23,30€ - 53,16€.
Jeder Tierarzt kalkuliert sein Honorar hinsichtlich der eigenen Kosten, Praxis-Ausstattung, Strom, Gas, PKW, Darlehensrückzahlungen, Personal,... u.s.w. Somit ist es nicht verwunderlich, das der Preis von Kollege zu Kollege schwankt und vermeindlich gleiche Leistungen nicht das Gleiche kosten.
Landläufig hat man die Meinung: Ein Wurm lebt im Darm und ernährt sich von den Dingen, die wir so essen: Schnitzel mit Erdäpfelsalat, Schweinebraten, Knödel, etc. - Nein !, so ist es nicht.
Würmer sind Blutsauger, die als Larve aufgenommen werden; diese durchbohren die Darmwand und gelangen über die Blutbahn in die Lunge. Dort entwickeln sie sich zu Larven höhrer Ordnung, werden raufgehustet und wiederum abgeschluckt. Jetzt erst entsteht der erwachsene Wurm, der sich an die Darmwand heftet und dort Blut saugt. Bei dieser Körperwanderung 'verirren' sich ettliche Larven und bleiben z.B. in der Muskulatur hängen. Hier kapseln sie sich ein und warten auf immunmodulierende Ereignisse wie z.B. Krankheit oder Schwangerschaft. Jetzt "wachen sie auf" und besiedeln via Plazenta oder mehr noch via Milchdrüsen den Welpen. Wir können davon ausgehen, daß jedes Hunde- od. Katzenbaby verwurm ist. Das liegt in der Vortpflantzungs-Strategie des Parasiten. Darum legen wir auf das rechtzeitige und oftmalige Entwurmen so großen Wert.
Seit Monaten geistert das Schlagwort Chip in den Medien herum und so manche Märchen sind im Entstehen begriffen. So soll man einen „gechipten“ Hund mittels GPS orten, oder gar „fernsteuern“ können. Der Chip soll den Fernsehempfang oder Hörgeräte stören, durch seine Strahlung schädlich sein … u.s.w. Alles falsch! Richtig ist allerdings, dass ab Juni 2008 das Chippen gesetzlich vorgeschrieben ist.
Was ist das also – dieser Chip?
Der Mikrochip, auch Transponder genannt, ist ein reiskorngroßer Zylinder aus einem hautverträglichen Glasmaterial. Er wird mit einer speziellen Injektionsnadel an der linken Seite des Halses unter die Haut implantiert. Dort wird er in Kürze mit Gewebe umwachsen, so dass
eine Wanderung nahezu ausgeschlossen ist. Der
Vorgang ist mit einer Routineimpfung zu vergleichen: einfach, schnell und schmerzfrei. Im Normalzustand ist der Transponder inaktiv, sendet also keinerlei Strahlung aus. Erst wenn das Lesegerät eingesetzt wird, wird er
aktiviert und antwortet in Form einer niederfrequentenRadiowelle.
Daraus wird eine 15stellige Nummernkombination abgelesen, die auf dem Display des Lesegerätes sofort ersichtlich ist. Diese KennNummer beinhaltet einen 3stelligen Ländercode (z.B. 040 für Österreich) und eine 12stellige IDNummer. Was vielleicht etwas kompliziert wirkt, ist in der Praxis leicht und von jedermann (und natürlich –frau) durchführbar. Wird z.B. ein entlaufener Hund aufgegriffen, hält man das Lesegerät einfach an die linke Seite des Tieres, liest die IDNummer vom Display und schon weiß man wo der kleine Ausreißer zuhause ist. Derartige Geräte finden sich mittlerweile in vielen Tierarztpraxen, Tierheimen und Wachzimmern.
Tierkennzeichnung ist ja an sich nichts Neues. Bislang wurden wertvolle Hunde, Katzen und Pferde mittels Tätowierung gekennzeichnet. Diese Prozedur ist mit deutlich größerem Stress und auch Schmerzen für das Tier verbunden. Darüber hinaus sind Tätowierungen einem gewissen Alterungsprozess unterworfen, sodass die Lesbarkeit nach einigen Jahren oft nicht mehr möglich ist. Die irritierende Vielfalt der eingestanzten Zeichen lässt die Rückvermittlung eines entlaufenen Tieres kaum zu. Außerdem können die Nummernkodes leicht manipuliert werden. Dieses Risiko besteht bei implantierten Chips nicht.
Die elektronische Tierkennzeichnung gibt es zwar auch schon einige Jahre, ist jetzt aber nach ISO Standart genormt. Sämtliche unterschiedliche Transpondersysteme, die untereinander nicht kompatibel waren (Indixel, Destron, Trovan, Avid) wurden durch die ISONORM 11784 und 11785,2 vereinheitlicht. Die IDNummer ihres Tieres ist somit weltweit einzigartig und unverwechselbar.
· Der Chip belastet und stört das Tier nicht, der Chip sendet keinerlei
Radiowellen aus, er ist komplett inaktiv!
· Die Implantierung ist einfach, schnell, schmerzfrei, wie eine Impfung (keine
Betäubung erforderlich)!
· Der Chip ist fälschungs und manipulationssicher!
· Der Chip hat ein Tierleben lang Bestand, ist beliebig oft ablesbar!
· Der Chip dient als Eigentumsowie
Abstammungsnachweis und sichert
züchterische Glaubwürdigkeit!
· Die Rückermittlung entlaufender oder gestohlener Tiere ist durch
Registrierung in internationale Datenbanken effektiv!
· Der Chip hat im grenzüberschreitenden Reiseverkehr internationale Gültigkeit.
Die Implantierung des Mikrochips ist natürlich ausschließlich eine Arbeit für den
Tierarzt. Nur durch fachgerechtes Setzten des Chips lassen sich dessen Vorteile ohne Gefährdung ihres Tieres nutzen. Diese zahlreichen Vorteile schlagen sich erstaunlicherweise nicht in den Kosten nieder. Kostet die Tätowierung (mit Narkose und Visite) nicht unter 60€, so wird sich der Preis fürs ‚chippen’ (incl. Registrierung) zwischen 50 und 60€ einpendeln
Ja! Ab Juni 2008 sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Hund chippen zu lassen.
Wenn sie ihr Tier zum Tierarzt bringen, damit es nicht mehr rollig oder läufig wird, wird eine sgn. Testektomie bzw. Ovariohysterektomie gemacht. Es werden also die Hoden bzw. Eierstöcke entfernt. D.h. es erfolgt in jedem Fall eine Kastration.
Nicht unbedingt, wenngleich die Vorteile bei nüchterner Betrachtung unter'm Strich überwiegen. Im Gegensatz zur Katze durchlebt die Hündin 2x pro Jahr mehr oder minder regelmäßig ihren Zyklus. Der Zeitpunkt der Läufigkeit ist vorhersehbar und der Hundehalter kann sich darauf einstellen. Ob eine Hündin kastriert wird oder nicht, ist individuell zu entscheiden und hängt von medizinischen und sozialen Faktoren ab:
pro |
contra |
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Katzen funkitionieren anders, als andere Säugetiere. Läuft der Sexualzyklus beim z.B. Menschenweibchen automatisch ab, erfolgt bei der Kätzin der Folikelsprung nicht von selbst. Hier erfolgt eine provozierte Ovulation. D.h. der 'Eisprung' wird durch den Begattungsreiz provoziert. Keine Begattung — keine Ovulation. Die Folge ist, daß das Ovum reif im Ovar verbleibt, die Katze macht eine 'Rollingkeitspause' sgn. Interöstrus und wird nach 2 Wochen wieder rollig. Dieser Interöstrus wird jedoch immer kürzer, sodaß das Tier in eine Dauerraunze schlittert. Die unentwegte Ovaraktivität führt über kurz oder lang zu Zysten oder Entartungen am Eierstock.
Lange Rede, kurzer Sinn: JA!
"Jein". Beim Hund ist seit ettlichen Jahren die 8-fach Impfung üblich. Nun hat diese Impfkombination Komponenten, die länger als ein Jahr "halten", und solche, die nur kürzer Schutz bieten. Tollwut z.B. braucht nunmehr nur alle 2 Jahre aufgefrischt werden. Zwingerhusten müßte man wiederum alle 6 Monate auffrischen.
Die jährliche Auffrischung ist somit ein langjährig bewährter Kompromiss.